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Unter- und Obersanding

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Zum ersten Mal wird der Name Sanding als Samotinga in den Traditionen des Hochstiftes Regensburg und des Klosters St. Emmeram erwähnt. In einer Urkunde gibt ein Adeliger mit Namen Ogo sein Besitztum von 140 Morgen an das Hochstift St. Peter und an das Kloster St. Emmeram. Diese Urkunde wird von Ried auf die Jahre 883 –887 datiert. Zwar erwähnt die Matrikel der Diözese Regensburg, dass der Name Samatinga bereits im Jahre 864 erwähnt ist. Die Matrikel stütz sich auf Ried. Leider ist aber diese Angabe nicht zu belegen.

Ernst Schwar, der sich auf die Traditionen des Hochstiftes Regensburg und des Klosters St. Emmeram bezieht, führt den Ortsnamen Samotinga auf den Personennamen Samout zurück.

In der Urkunde von 1350 finden wir zum ersten Mal die getrennte Bezeichnung von Obersenting und Untersänting. Da diese Unterscheidung sehr spät erscheint, ist auch die Ortsgründung von Obersenting erst spät einzuordnen. Bis dahin wurde in der Regel nur von Senting, dem heutigen Untersanding gesprochen. Auch ist die Bezeichnung „Unter-„ und „Ober-„ zeitlich später einzuordnen als „Ober-„ und „Nieder-„. Ab dieser Zeit wird genau unterschieden zwischen Ober- und Untersänting.

Von der einheimischen Bevölkerung wird der Name noch richtig mit einem harten t-Laut ausgesprochen, er hat mit dem Wort Sand überhaupt nichts zu tun. Die Schreibweise „Sanding“ taucht erst viel später auf. Nach Auskunft von Dr. Spitzlberger kamen neue Schreibweisen durch die Landvermesser auf, die eine Bestandsaufnahme vornahmen und diese Schreibweise einführten, die dann als verbindlich übernommen wurde. Häufig stammten diese Landvermesser aus Franken.